Gebrauchtwagen in 10 Schritten verkaufen

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Gebrauchtwagen in 10 Schritten verkaufen

Wer seinen Gebrauchten beim Autohändler in Zahlung gibt, erzielt logischerweise nicht den besten Preis. Deshalb ziehen es viele Autobesitzer vor, ihren alten Pkw am liebsten von privat an privat zu verkaufen. Auf diesem Weg bietet sich die Chance, einen höheren Erlös zu erzielen.

Doch viele private Autoverkäufer sind mit dem Ablauf nicht vertraut. Zum Glück ist der gar nicht so schwierig. In zehn simplen Schritten lässt sich das Auto sicher verkaufen.

Preis festlegen

Potentielle Käufer interessieren sich vor allem für den Preis. Deshalb ist es wichtig, einen marktüblichen Preis festzusetzen. Oft hilft bereits der Vergleich auf einer Autobörse weiter. Andernfalls empfiehlt es sich, eine Fahrzeugbewertung online zu machen. Ansonsten ist es ratsam, den Preis im Zweifelsfall ein wenig höher anzusetzen – denn runtergehen kann man immer noch.

Autobörse wählen

Am schnellsten findet sich ein Käufer, indem das Auto online inseriert wird. Es empfiehlt sich ein Inserat bei einer der großen und führenden Autobörsen. Unter Umständen ist ein Inserat dann kostenpflichtig, aber die erzielte Reichweite ist enorm. Schneller findet sich ein Käufer nicht.

Fahrzeug vorbereiten

Es lohnt sich immer, etwas Zeit in die Fahrzeugaufbereitung zu investieren. Dafür muss man keinen Fachbetrieb aufsuchen. Wer gründlich putzt, kann schon eine Menge erreichen. Im Anschluss ist es dann auch möglich, schöne Fotos vom Pkw zu machen.

Angebot erstellen

Leider nehmen sich viele private Autokäufer kaum Zeit, um ein gutes Inserat zu erstellen. Dabei lohnt es sich, ruhig ein paar Worte mehr zu schreiben. Informationen zum Zustand sind erfreulich und Hinweise auf erst kürzlich durchgeführte Wartungsarbeiten machen sich immer gut. Zudem müssen die Fotos überzeugen. Sie sind ungemein wichtig: Tolle Fotos lassen automatisch mehr Anfragen eingehen.

Clever verhandeln

Die meisten Käufer wollen den Fahrzeugpreis drücken, weshalb sich Verkäufer auf zähe Verhandlungen einstellen müssen. Hier gibt es wiederum verschiedene Strategien. Wer z.B. meint, er habe einen guten Preis festgesetzt, kann auf einen Festpreis bestehen. Andererseits kommt es auch darauf an, wie groß die Nachfrage ist. Unter Umständen ist es ratsam, ein paar Euro runterzugehen. Wer möchte, kann den Preis auch vorher bewusst etwas anheben. So hat der Käufer am Ende ein gutes Gefühl.

Probefahrt meistern

Aufgepasst bei der Probefahrt. Man sollte sich unbedingt den Führerschein zeigen lassen und am beste auch die Haftung auf den Fahrer übertragen. Dies lässt sich schriftlich vereinbaren und verspricht eine enorme Sicherheit.

Kaufvertrag aufsetzen

Beim Kaufvertrag besser kein Risiko eingehen. Ihn selbst aufzusetzen, wäre viel zu riskant. Besser ist es, auf eine Vorlage zurückzugreifen. Die sollte allerdings vom Experten stammen. Glücklicherweise gibt es gute Kfz-Kaufverträge, die sich online downloaden lassen. Es schadet nicht, wenn diese von einem Anwalt stammen oder zumindest geprüft wurden.

Gewährleistung ausschließen

Auch private Autoverkäufer müssen eine Gewährleistung anbieten – zumindest solange sie diese nicht ausschließen. Sollte eine entsprechende Klauseln nicht im Vertrag stehen, wird sie am besten noch ergänzt.

Nicht abzocken lassen

Leider sind mittlerweile viele Betrüger am Markt, die beispielsweise mit Scheck zahlen. Am Ende platzt der Scheck und die Käufer sind mit dem Auto über alle Berge verschwunden. Daher ist es umso wichtiger, hier absolut kein Risiko einzugehen. Eine gute Wahl ist die Barzahlung, die am besten direkt auf der Bankfiliale vorgenommen wird. Ehrliche Käufer werden damit kein Problem haben. Schlüssel und Brief werden erst ausgehändigt, nachdem das Auto bezahlt ist.

Fahrzeug aushändigen

Zum Schluss gilt es noch das Fahrzeug zu übergeben. Es ist darauf zu achten, dass alle Papiere mit dabei sind, d.h. Zulassungsbescheinigung Teil I und II sowie der letzte Report von der Hauptuntersuchung. Zugleich sollte sichergestellt sein, dass der Käufer den Pkw tatsächlich abmeldet. Am besten man lässt sich ein Ausweisdokument zeigen. Wer gar kein Risiko eingehen möchte, verkauft den Pkw in abgemeldetem Zustand.