Betrugsmaschen beim Autokauf: So werden Privatpersonen abgezockt

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Betrugsmaschen beim Autokauf: So werden Privatpersonen abgezockt

Eigentliche wollen Autofahrer einfach nur einen Gebrauchtwagen kaufen. Doch leider gibt es Händler, die sie dabei böse über den Tisch ziehen möchten. Im Gebrauchtwagenhandel wird teilweise immens betrogen. Opfer sind fast ausschließlich private Autokäufer und Verkäufer. Hier stellen wir die häufigsten Betrugsmaschen vor.

Fiese Tricks beim Autokauf

Hier steht der Gebrauchtwagenkauf im Mittelpunkt. Man möchte ein Auto erwerben, doch die Händler bedienen sich fieser Tricks, um ihre Kunden über den Tisch zu ziehen.

Überhöhte Verkaufspreise

Nicht jedes Auto ist den Preis, der vom Händler ausgerufen wird, tatsächlich wert. Die Frage ist, wie leicht sich der Wert überprüfen lässt. Im Allgemeinen gilt: Je stärker das Pkw Modell verbreitet ist, desto besser lässt sich der Fahrzeugwert kontrollieren. Im Zweifelsfall kann es hilfreich sein, einen Gutachter einzuschalten, auch wenn dadurch zusätzliche Kosten entstehen.

Mängel verschweigen

Wer ein Unfallfahrzeug einkauft und es dann als unfallfrei verkauft, kann einen satten Gewinn einstreichen. Letztlich gilt dies für sämtliche Mängel, die dem Käufer verschwiege werden. Am Ende drohen kostspielige Reparaturen.

Die beste Form der Absicherung besteht darin, mit dem Pkw zunächst zu einer Prüfstelle zu fahren. Der TÜV und weitere Anbieter führen Untersuchungen durch, die relativ preiswert sind. Gerade dieses Geld ist richtig gut investiert.

Verkauf gestohlener Fahrzeuge

Einige Anbieter sind noch viel dreister. Sie verkaufen gestohlene Fahrzeuge und jubeln den Käufern falsche Papiere unter. Bereits bei der Zulassung kann der Betrug auffallen und die Verkäufer sind über alle Berge verschwunden. Gerade bei extremen Schnäppchen sollte große Vorsicht angebracht sein.

Abzocke beim Autoankauf

Es geht auch anders herum. Einige Betrüger zocken Autofahrer ab, die ihre Fahrzeuge verkaufen möchten. Ziel ist es, die Autos unter Wert einzukaufen oder anhand von Gebühren zu verdienen.

Den Preis drücken

Wer nun meint, er würde sich im Preis nicht drücken lassen, kann sich ganz schnell irren. Einige Anbieter gehen nämlich richtig dreist vor. Sie stellen hohe Ankaufpreise in Aussicht, weshalb der Autobesitzer dazu bereit ist, eine weite Strecke zurückzulegen. Vor Ort wird der Pkw dann begutachtet und ein satter Preisabschlag vorgenommen. Etliche Autobesitzer sind wegen der strapaziösen Anreise so genervt, dass sie tatsächlich einverstanden sind.

Platzende Schecks

Beim Bezahlen wird auch fleißig betrogen. Einige Anbieter bezahlen per Scheck, der erst relativ spät platzt. Manchmal wird der Kauf noch gar nicht abwickelt. Der Verkäufer behält in der Zwischenzeit den Pkw, soll aber einen zu viel bezahlten Anteil (auf dem Scheck) per Überweisung oder Barzahlung erstatten. Später platz der Scheck: Das Auto ist dann zwar noch vorhanden, die geleistete Zahlung aber verschwunden.

Abzug nach Schätzung des Kaufpreises

Einige Gebrauchtwagenhändler locken private Autoverkäufer zu sich, indem sie einen tollen Preis in Aussicht stellen. Der Händler schätzt den Preis und nimmt dann satte Abzüge vor, weil der Pkw beispielsweise in den Export gehen soll und er somit keine Mehrwertsteuer bezahlen soll. Etliche Leute unterschreiben dann trotzdem, weil sie gar nicht merken, wie hoch die Abzüge sind bzw. wie sehr sie ihren Pkw unter Wert verkaufen.

Reinigungsgebühren und Standkosten

Ganz schlaue Händler wollen den Pkw nicht erwerben, stellen aber schon einen Käufer in Aussicht. Der Autoverkäufer findet den gebotenen Preis attraktiv und unterschreibt einen Vertrag, weil der Händler den Pkw noch zwischenparken muss. Dann springt plötzlich der Kaufinteressent ab, sodass der Pkw immer noch beim Händler steht und dieser statte Standkosten oder teilweise sogar Reinigungsgebühren berechnet.

Rückruf gewünscht

Einige Betrüger heucheln Interesse per SMS vor und bitten per Rückruf. Doch der Anruf geht dann an eine Sondernummer, die richtig teuer sein kann. Natürlich wird der Pkw am Ende nicht gekauft, aber der Autobesitzer muss eine satte Handyrechnung begleichen.

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