Betrugsmaschen beim Autokauf: So werden Privatpersonen abgezockt

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Betrugsmaschen beim Autokauf: So werden Privatpersonen abgezockt

Eigentliche wollen Autofahrer einfach nur einen Gebrauchtwagen kaufen. Doch leider gibt es Händler, die sie dabei böse über den Tisch ziehen möchten. Im Gebrauchtwagenhandel wird teilweise immens betrogen. Opfer sind fast ausschließlich private Autokäufer und Verkäufer. Hier stellen wir die häufigsten Betrugsmaschen vor.

Fiese Tricks beim Autokauf

Hier steht der Gebrauchtwagenkauf im Mittelpunkt. Man möchte ein Auto erwerben, doch die Händler bedienen sich fieser Tricks, um ihre Kunden über den Tisch zu ziehen.

Überhöhte Verkaufspreise

Nicht jedes Auto ist den Preis, der vom Händler ausgerufen wird, tatsächlich wert. Die Frage ist, wie leicht sich der Wert überprüfen lässt. Im Allgemeinen gilt: Je stärker das Pkw Modell verbreitet ist, desto besser lässt sich der Fahrzeugwert kontrollieren. Im Zweifelsfall kann es hilfreich sein, einen Gutachter einzuschalten, auch wenn dadurch zusätzliche Kosten entstehen.

Mängel verschweigen

Wer ein Unfallfahrzeug einkauft und es dann als unfallfrei verkauft, kann einen satten Gewinn einstreichen. Letztlich gilt dies für sämtliche Mängel, die dem Käufer verschwiege werden. Am Ende drohen kostspielige Reparaturen.

Die beste Form der Absicherung besteht darin, mit dem Pkw zunächst zu einer Prüfstelle zu fahren. Der TÜV und weitere Anbieter führen Untersuchungen durch, die relativ preiswert sind. Gerade dieses Geld ist richtig gut investiert.

Verkauf gestohlener Fahrzeuge

Einige Anbieter sind noch viel dreister. Sie verkaufen gestohlene Fahrzeuge und jubeln den Käufern falsche Papiere unter. Bereits bei der Zulassung kann der Betrug auffallen und die Verkäufer sind über alle Berge verschwunden. Gerade bei extremen Schnäppchen sollte große Vorsicht angebracht sein.

Abzocke beim Autoankauf

Es geht auch anders herum. Einige Betrüger zocken Autofahrer ab, die ihre Fahrzeuge verkaufen möchten. Ziel ist es, die Autos unter Wert einzukaufen oder anhand von Gebühren zu verdienen.

Den Preis drücken

Wer nun meint, er würde sich im Preis nicht drücken lassen, kann sich ganz schnell irren. Einige Anbieter gehen nämlich richtig dreist vor. Sie stellen hohe Ankaufpreise in Aussicht, weshalb der Autobesitzer dazu bereit ist, eine weite Strecke zurückzulegen. Vor Ort wird der Pkw dann begutachtet und ein satter Preisabschlag vorgenommen. Etliche Autobesitzer sind wegen der strapaziösen Anreise so genervt, dass sie tatsächlich einverstanden sind.

Platzende Schecks

Beim Bezahlen wird auch fleißig betrogen. Einige Anbieter bezahlen per Scheck, der erst relativ spät platzt. Manchmal wird der Kauf noch gar nicht abwickelt. Der Verkäufer behält in der Zwischenzeit den Pkw, soll aber einen zu viel bezahlten Anteil (auf dem Scheck) per Überweisung oder Barzahlung erstatten. Später platz der Scheck: Das Auto ist dann zwar noch vorhanden, die geleistete Zahlung aber verschwunden.

Abzug nach Schätzung des Kaufpreises

Einige Gebrauchtwagenhändler locken private Autoverkäufer zu sich, indem sie einen tollen Preis in Aussicht stellen. Der Händler schätzt den Preis und nimmt dann satte Abzüge vor, weil der Pkw beispielsweise in den Export gehen soll und er somit keine Mehrwertsteuer bezahlen soll. Etliche Leute unterschreiben dann trotzdem, weil sie gar nicht merken, wie hoch die Abzüge sind bzw. wie sehr sie ihren Pkw unter Wert verkaufen.

Reinigungsgebühren und Standkosten

Ganz schlaue Händler wollen den Pkw nicht erwerben, stellen aber schon einen Käufer in Aussicht. Der Autoverkäufer findet den gebotenen Preis attraktiv und unterschreibt einen Vertrag, weil der Händler den Pkw noch zwischenparken muss. Dann springt plötzlich der Kaufinteressent ab, sodass der Pkw immer noch beim Händler steht und dieser statte Standkosten oder teilweise sogar Reinigungsgebühren berechnet.

Rückruf gewünscht

Einige Betrüger heucheln Interesse per SMS vor und bitten per Rückruf. Doch der Anruf geht dann an eine Sondernummer, die richtig teuer sein kann. Natürlich wird der Pkw am Ende nicht gekauft, aber der Autobesitzer muss eine satte Handyrechnung begleichen.

Werkstattsuche: 7 Tipps zur Wahl einer guten Kfz-Werkstatt

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Werkstattsuche: 7 Tipps zur Wahl einer guten Kfz-Werkstatt

Die Wahl der falschen Kfz-Werkstatt kann zu richtig großem Ärger führen. Deshalb ist es besser, sich gleich für den richtigen Werkstattanbieter zu entscheiden. Dies bedeutet jedoch nicht, zwangsläufig eine teure Vertragswerkstatt aufsuchen zu müssen. Natürlich geht es auch anders. Wir verraten, woran gute Werkstätten zu erkennen sind. Wer vor Ort dann Zweifel entwickelt, kann sich immer noch anders entscheiden. Es ist durchaus gestattet, einen Rückzieher zu machen.

Gibt es viele Online-Bewertungen?

Am besten wird die Suche nach der passenden Werkstatt im Internet begonnen. Es gibt mehrere Plattformen, auf denen Werkstattbetriebe bewertet werden. Diese Bewertungen helfen weiter, wobei man sie natürlich kritisch betrachten sollte. Einige Betreiber schummeln fleißig, weshalb die Profile am aussagekräftigsten sind, die über möglichst viele Bewertungen verfügen.

Ist die Werkstatt Innungsmitglied?

Seriöse Betriebe habe sich für die Mitgliedschaft bei einer Innung entschieden. Auf Nachfrage teilen die Werkstätten mit, ob sie Mitglied sind. Natürlich könnte man noch einen Schritt weitergehen und sich eine Mitgliedsnummer nennen lassen, um dann eine Gegenprüfung bei der Innung vorzunehmen.

Natürlich ist die Innungsmitgliedschaft noch kein Garant für Qualität. Aber zumindest ist die ein Indiz, das bei der Werkstattwahl weiterhilft.

Macht der Betrieb einen ordentlichen Eindruck?

Es schadet nicht, einen Blick in den Betrieb zu werfen – und zwar nicht nur in den Empfangsbereich, sondern auch in die eigentliche Werkstatt. Dies ist normalerweise überhaupt kein Problem, für gewöhnlich sind die Werkstattbereiche sogar offen.

Die Praxis zeigt, dass aufgeräumte Werkstätten zugleich die besseren Werkstätten sind. Im Grunde gilt die alte Regel: Der erste Eindruck zählt.

Wird ein Ersatzfahrzeug angeboten?

Einigen Kraftfahrern ist es wichtig, dass ihnen ein Ersatzfahrzeug zur Verfügung gestellt wird. Natürlich kann man keine kostenfreie Bereitstellung verlangen. Doch zumindest sollte es möglich sein, überhaupt ein Fahrzeug zu erhalten. Falls Bedarf besteht, sollte nach der Art des Fahrzeugs sowie den damit verbundenen Kosten gefragt werden. Übrigens bieten guten Werkstätten auch einen Hol- und Bringdienst an.

Sind die vorgeschlagenen Reparaturen notwendig?

Es gibt Abzocker, die unnötige Reparaturen durchführen, um damit mehr Geld zu verdienen. Drum sollte im Zweifelsfall geprüft werden, ob vorgeschlagene Reparaturen wirklich erforderlich sind. Natürlich fällt dies einem Laien nicht immer leicht, aber wer beispielsweise Zweifel hat, sollte der Sache unbedingt auf den Grund gehen. Zumal ggf. auch Kostenvoranschläge aus anderen Werkstätten weiterhelfen können.

Ist eine Kontrolle der Teile möglich?

Der Autofahrer sollte sich die ausgetauschten Teile ansehen können. So lässt sich zum einen nachvollziehen, was getauscht wurde. Zum anderen kann geprüft werden, ob der Tausch wirklich erforderlich war. Achtung: Man sollte sich keine Teile zeigen lassen, die von anderen Fahrzeugen stammen. Am besten ist es daher, sie die neu eingebauten Kfz-Teile ebenfalls zeigen zu lassen. Am Glanz bzw. ihrer Sauberkeit sind sie leicht zu erkennen.

Wurde der vereinbarte Kostenrahmen eingehalten?

Der attraktivste Kostenvoranschlag ist wertlos, wenn die tatsächlichen Kosten der Reparatur viel höher liegen. Zwar lässt sich dies nicht immer vermeide, doch seriöse Kfz-Werkstätten handeln nicht eigenwillig, sondern holen sich zuvor das Einverständnis des Kunden ein.

Tipps und Tricks beim Kauf von Gebrauchtfahrzeugen

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Tipps und Tricks beim Kauf von Gebrauchtfahrzeugen

Beim Kauf eines gebrauchten Pkw können zahlreiche Dinge schief gehen. Meist ist der Ärger in solchen Fällen groß, insbesondere wegen der vielen Mühe, die zuvor investiert wurde. Zudem droht womöglich ein finanzieller Verlust.

Doch es muss nicht soweit kommen. Jeder Autokäufer, der einen Gebrauchten kaufen möchte, muss den Fahrzeugerwerb nur richtig angehen. Mit den richtigen Tipps und Tricks lassen sich alle Fallstricke sicher umgehen.

Autosuche richtig angehen

Alles beginnt mit der Suche nach dem richtigen Auto. Noch immer gibt es Menschen, die sich vor Ort umsehen. Prinzipiell ist dagegen nichts einzuwenden, allerdings empfiehlt es sich, potenzielle Angebote online zu ermitteln. Autobörsen helfen dabei, schnell einen Überblick zu gewinnen und so die passenden Gebrauchtfahrzeuge aufzuspüren.

Ein großer Vorteil besteht darin, die Fahrzeugsuche präzise eingrenzen zu können. Wenn z.B. ein Pkw mit Xenon Scheinwerfern gewünscht ist, wird die Gebrauchtwagensuche entsprechend angepasst. Nie zuvor war es so leicht, passende Fahrzeugangebote unter Berücksichtigung individueller Merkmale zu finden.

Wer es nicht ganz so eilig hat, kann auch einen Suchauftrag einstellen. In solch einen Fall werden automatische Benachrichtigungen verschickt, sobald ein Fahrzeug neu eingestellt ist. Hieraus ergibt sich ein Zeitvorteil: Mit etwas Glück ist man der erste Interessent, der sich beim Verkäufer meldet.

Das Fahrzeug besichtigen

Ist ein Auto gefunden, folgt die Besichtigung. Hierbei ist es entscheidend, sich auch die Fahrzeugdokumente anzusehen. Nicht nur Zulassungsbescheinigung Teil I und II sollten vorliegen. Außerdem das letzte TÜV Protokoll sowie ein ggf. vorhandenes Wertgutachten.

Anschließend beginnt der technische Teil. Zugegeben: Im Vorteil befinden sich diejenigen, die Ahnung von Kfz-Technik haben. Andernfalls empfiehlt es sich, einen Experten mitzunehmen. Fast immer findet sich jemand im Freundeskreis, der sich mit Automobilen auskennt. Ohne geschultes Auge ist es schwierig, potenzielle Fehlerquellen und Mängel zu erkennen.

Probefahrt machen

Bereits im Rahmen der Besichtigung lässt sich eine Menge über das Auto herausfinden. Aber die Probefahrt darf einfach nicht fehlen. Erst so lässt sich herausfinden, sie sich der Pkw in der Praxis schlägt und ob irgendwelche Mängel lauern.

Es kommt häufig vor, dass Fahrer intensive Gespräche mit dem Verkäufer führen und dadurch abgelenkt sind. Dabei sollte der Fokus eindeutig auf dem Fahrzeug und dessen Technik liegen. Es sollte genau hingehört werde: Klingt der Motor gut, macht das Getriebe etwa Geräusche? Außerdem gilt es zu fühlen, wie das Fahrzeug beschleunigt, ob die Bremsen gut greifen und ob das Fahrzeug beim Bremsen ggf. zur Seite zieht.

Außerdem sollte vor Antritt der Probefahrt natürlich geklärt werde, ob das Auto noch zugelassen ist und ob ein Versicherungsschutz besteht. Es wäre ärgerlich, wenn es zum Unfall kommt und dann große Schwierigkeiten drohen.

Dokumente prüfen

Sofern die Fahrzeugdokumente noch nicht in Augenschein genommen wurden, ist es jetzt Zeit dafür. Ganz wichtig ist der TÜV Bericht, der auf gar keinen Fall fehlen darf. Sofern die HU-Plakette noch gültig ist, kann der Pkw nämlich mühelos zugelassen werden. Allerdings gilt es dafür den Bericht auf der Zulassungsstelle vorzulegen. Andernfalls hat eine erneute Abnahme zu erfolgen.

Falls sich Spuren von Tuningmaßnahmen am Auto finden, gilt es sich nach der Betriebserlaubnis zu erkundigen. Leider sind nicht alle Tuner in dieser Beziehung gewissenhaft. Unter Umständen wurden Teile verbaut, die nicht zugelassen sind. Das ist jedoch riskant, weil im schlimmsten Fall eine Stilllegung des Fahrzeugs droht.

Existiert ein Scheckhaft? Falls ja, lohnt sich dort ein genaueres Hinsehen. Vor allem ist zu prüfen, ob die Inspektionsintervalle auch in letzter Zeit noch eingehalten wurden und die bisher verzeichneten Kilometerstände im Einklang mit dem aktuellen Stand sind.

Kaufvertrag abschließen

Auch beim Autokauf von privat ist es ratsam, einen Kaufvertrag zu schließen. In Anbetracht der vielen rechtlichen Fallstricke wird am besten auf eine geprüfte Vertragsvorlage zurückgegriffen. Mittlerweile gibt es viele gute Vorlagen, die schon für kleines Geld zu haben sind.

Sicher bezahlen

Wer einen Gebrauchten von hohem Wert kaufen möchte, sollte sich gut überlegen, ob er das Geld wirklich gleich mitnehmen möchte. Leider gibt es Betrüger, die es nur auf das Geld ihrer Opfer abgesehen haben. Besser ist es, große Geldbeträge nicht bei sich zu führen und am besten nur in Begleitung zu erscheinen.

Im Zweifelsfall ist es immer sicherer, eine andere Form der Bezahlung zu wählen und den Betrag zu überweisen, auch wenn der Pkw dann ggf. nicht sofort ausgehändigt wird. Oder man trifft sich zur Barzahlung auf einer Bankfiliale. Entscheidend ist, dass keine unnötigen Risiken eingegangen werden.

Autowerkstatt erklärt: Die wichtigsten Begriffe rund um Auto und Reparatur

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Autowerkstatt erklärt: Die wichtigsten Begriffe rund um Auto und Reparatur

Die meisten Kraftfahrer müssen gestehen, dass sie sich mit Kfz-Technik nicht einmal ansatzweise auskennen. Deshalb fühlen sie sich in der Werkstatt oftmals aufgeschmissen. Sie können nicht nachvollziehen, was die Kfz-Mechaniker und Meister vorschlagen. Umso mehr müssen sie den Fachkräften vertrauen.

Dabei ist es von Vorteil, zumindest über ein Grundwissen zu verfügen. So fällt es leichter, die Erläuterungen und Vorschläge des Spezialisten nachzuvollziehen. Schließlich könnte es sein, dass unnötige Arbeiten durchgeführt werden – und das nur, um am Kunden noch mehr zu verdienen. Wer deshalb mehr über Automobiltechnik lernen möchte, ist hier genau richtig.

Abgasanlage

Die Abgasanlage beschränkt sich keinesfalls auf das Endrohr vom Auspuff, das am Fahrzeugheck zu sehen ist. Direkt dahinter befindet sich der sogenannte Endtopf, der vor allem Einfluss auf die Lautstärke der Anlage nimmt. Dann folgen Elemente zur Abgasreinigung, wie z.B. Partikelfilter oder Katalysator. Sie gelten als relativ kostspielig, wobei der Katalysator normalerweise über eine unbegrenzte Lebensdauer verfügt. Im Gegensatz zum Dieselpartikelfilter, der je nach Modell ca. alle 120.000 Kilometer getauscht werden muss. Die Kosten für entsprechende Ersatzteile schwanken enorm stark. Ein Endtopf kann 100 bis 200 Euro kosten, ein Partikelfilter noch etwas mehr. Hinzu kommen Kosten für Ausbau- und Einbau, sodass Reparaturen mittlerer Größenordnung schnell mit 300 bis 500 Euro veranschlagt werden.

Bremsanlage

Am Pkw besteht die Bremsanlage aus deutlich mehr Teilen, als es die meisten Autofahrer vermuten. Sie beginnt am Bremspedal, das mit einem Zylinder ordentlich Druck aufbaut. Er gilt als sehr belastbar und übersteht im Regelfall das gesamte Fahrzeugleben – ebenso wie das Pedal. Der Druck wird über die Bremsflüssigkeit übertragen. Bei ihr kann es vorkommen, dass sie alle paar Jahre gewechselt werden muss. Sollte ein Austausch schon seit längerer Zeit nicht mehr gemacht worden sein, ist er vollkommen in Ordnung.

Die Bremsflüssigkeit drückt auf den sogenannten Bremskolben. Auch er ist ein Teil der Bremsanlage, der normalerweise ein Autoleben mühelos übersteht. Anders ergeht es dem Bremsbelag, der auf die Bremsscheibe einwirkt. Der Belag unterliegt dem größten Verschleiß und muss daher häufig gewechselt werden. Wie oft dies erforderlich ist, hängt stark von der Fahrweise ab. Im Allgemeinen halten Bremsbeläge ungefähr 25.000 bis 40.000 Kilometer durch. Die Bremsscheibe ist belastbarer und kommt meist auf den doppelten Zyklus. D.h. jedes zweite Mal, wenn die Bremsbeläge getauscht werden müssen, sind auch die Bremsschreiben dran. Zu den Materialkosten kommen noch Arbeitskosten hinzu, der Gesamtaufwand, um an einem Pkw alle Bremsbeläge und Scheiben zu wechseln, beläuft sich auf ca. 1,5 Stunden.

Getriebe

Auf das Getriebe muss Verlass sein. Es befindet sich direkt am Motor und steuert die Drehzahl der anschließend folgenden Antriebswelle. Gerade beim Anfahren sollten die Räder zunächst langsam drehen, weshalb im Getriebe eine starke Untersetzung greift. Mit jedem Schaltvorgang nach oben wird die Untersetzung verkleinert. Die Abnutzung hängt stark von der Qualität und damit vom Fahrzeugmodell ab. Auch die Fahrweise ist nicht zu vernachlässigen. Bei einen hochwertigen Markenfahrzeug kann bei entsprechend vorsichtiger Nutzung eine Lebensdauer von mehr als 300.000 Kilometern möglich sein. Eine Reparatur gilt im Regelfall als kostspielig, insbesondere wenn es sich um ein Automatikgetriebe handelt.

Klimakompressor

Gleich vorab: Wenn die Klimaanlage streikt, wird es meist richtig teuer. Im Optimalfall genügt es, die Klimaanlagenflüssigkeit zu tauschen. Sollte sie nicht mehr gut sein und sich Feuchtigkeit eingeschlichen haben, droht eine Beschädigung des Klimakompressors. Doch leider lässt dessen Beschädigung meist nicht lange auf sich warten.

Damit die Reparatur nicht zu teuer wird, prüfen viel Werkstätten zunächst die Klimaflüssigkeit. Je nach Analyse wird sie im Anschluss gewechselt. Doch sollte das nichts bringen, ist der Kompressor defekt und die Flüssigkeit muss wieder abgelassen werden. Der Arbeitsschritt war umsonst und die Ersatzteilkosten für einen neuen Kompressor kommen noch hinzu. Der Preis für einen Klimakompressor kann je nach Marke stark schwanken. Hier gilt: Je exklusiver das Fahrzeug, desto höher die Kosten. Dementsprechend sollten sich Autofahrer auf ca. 300 bis 600 Euro einstellen. Hinzu kommen oftmals noch mehrere Arbeitsstunden, sodass die Reparatur einer defekten Klimaanlage mit bis zu 1.000 Euro zu Buche schlagen kann.

Zylinderkopfdichtung

Im Verbrennungsmotor spielen sich komplexe Prozesse ab, die viel Kraft ausüben. Daher muss das Motorgehäuse fest verschlossen sein. Allerdings lässt es sich nicht in einem Stück herstellen, schließlich müssen Kolben, Dichtungen sowie viele weitere Teile erst eingesetzt und eingestellt werden. Ist alles eingebaut, wird der Zylinderkopf eingesetzt und fest verschraubt. Dazwischen befindet sich die Zylinderkopfdichtung.

Im Grunde handelt es sich um eine relativ simple Dichtung. Dennoch gilt ihr Austausch als kostspielig. Zum einen muss das Ersatzteil bzw. die neue Dichtung exakt auf den Motor zugeschnitten sein. Ersatzteilkosten von 50 bis 100 Euro sind daher nicht ungewöhnlich. Hinzu kommen die Montagekosten. Damit der Zylinderkopf abgenommen werden kann, müssen z.B. alle Zündkabel gelöst werden, anschließend die Motorbolzen. Ist die neue Dichtung eingesetzt, gilt es den Motor wieder zusammenzubauen. Insgesamt können etliche Arbeitsstunden anfallen, welche die Reparaturkosten in die Höhe treiben.

Schlechte Arbeit der Kfz-Werkstatt richtig reklamieren

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Schlechte Arbeit der Kfz-Werkstatt richtig reklamieren

Nicht immer erledigen die Kfz-Werkstätten ihren Job so gut, wie man es von ihnen erwartet. Für die Kunden ist dies mehr als ärgerlich, denn im schlimmsten Fall bezahlen sie viel Geld, ohne dass das eigentliche Problem am Fahrzeug behoben wurde.

Manchmal kommt es aber noch schlimmer. Kann durchaus passieren, dass hinterher neue Schäden auftauchen – und zwar solche, die in der Werkstatt entstanden sind. So mancher Autobesitzer ist verzweifelt und sucht dann einen anderen Werkstattbetrieb auf, wo er erneut viel Geld bezahlt. Aber so muss das nicht enden. Autobesitzer haben das Recht, Mängel zu reklamieren.

Mängel sofort beanstanden

Am sinnvollsten ist es, den Pkw sofort in Augenschein zu nehmen. Getreu dem Motto: „Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser“ wird das Auto überprüft. Sollten Mängel zu erkennen sein oder sich herausstellen, dass der ursprüngliche Fehler immer noch vorhanden ist, wird sofort reklamiert. In solch einem Fall muss die Werkstatt handeln, d.h. eine Lösung anbieten.

Natürlich muss der Check nicht zwangsläufig per Sichtprüfung erfolgen. Als Kunde kann man je nach Art der Reparatur natürlich sagen, dass man zunächst eine Probefahrt machen will. Sollte beispielsweise das Getriebe zuerst Geräusche gemacht haben, wird man nach der Reparatur hören, ob diese verschwunden sind.

Sechs Monate Zeit

Fällt der Mangel nicht sofort, sondern z.B. erst einige Wochen später auf, ist das nicht ganz so schlimm. Auch dann ist der Werkstattkunde immer noch zur Reklamation berechtigt. Immerhin gilt in diesem Fall eine Beweislastumkehr ab dem siebten Monat. Anders gesagt: Innerhalb der ersten sechs Monate muss die Werkstatt beweisen, dass der Fehler nicht von ihr kommt.

Spätere Beanstandung am besten schriftlich

Allerdings empfiehlt es sich, spätere Beanstandungen schriftlich zu melden. Dies ist sinnvoll, weil sich im Ernstfall besser nachweisen lässt, dass reklamiert wurde. Hierfür wird ein schriftliches Dokument aufgesetzt und bei der Werkstatt eingereicht. Diese sollte den Empfang bestätigen, damit man abgesichert ist. Fall sich der Werkstattbetreiber weigert, wird das Dokument als Einschreiben mit Rückschein eingesendet.

Chance zum Nachbessern muss gegeben sein

Schon so manch frustrierter Autofahrer kam auf die Idee, sich hinterher einfach den bezahlten Preis erstatten zu lassen. Allerdings ist es nicht so leicht, eine Erstattung einzufordern. Hier ist der Werkstattanbieter durch das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) geschützt. Es besagt, dass der Kunde dem Anbieter die Chance zur Nachbesserung einräumen muss. Somit muss der Autofahrer der Werkstatt die Chance geben, sich das Auto noch einmal vorzunehmen, um den Mangel zu beseitigen. Insgesamt kann er bis zu dreimal nachbessern.

Noch besser: Gleich eine gute Werkstatt wählen

Am besten ist es natürlich, wenn es gar nicht erst zum Streit mit der Werkstatt kommt. Hierfür empfiehlt es sich, einen guten Werkstattbetrieb auszuwählen. Untersuchungen zeigen, dass Vertragswerkstätten bzw. händlergebundene Werkstätten im Durchschnitt besser abschneiden. Allerdings gelten sie auch als kostspieliger.

Wer deshalb eine freie Werkstatt aufsuchen möchte, sollte bei der Werkstattwahl umso gezielter vorgehen. Es lohnt sich, zuvor einige Bewertungen zu lesen und zu prüfen, ob die Werkstatt Mitglied bei der zuständigen Innung ist. Zwar ist eine erstklassige Ausführung der Werkstattarbeiten damit noch nicht garantiert, doch zumindest liegt die Wahrscheinlichkeit höher.

Gebrauchtwagen in 10 Schritten verkaufen

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Gebrauchtwagen in 10 Schritten verkaufen

Wer seinen Gebrauchten beim Autohändler in Zahlung gibt, erzielt logischerweise nicht den besten Preis. Deshalb ziehen es viele Autobesitzer vor, ihren alten Pkw am liebsten von privat an privat zu verkaufen. Auf diesem Weg bietet sich die Chance, einen höheren Erlös zu erzielen.

Doch viele private Autoverkäufer sind mit dem Ablauf nicht vertraut. Zum Glück ist der gar nicht so schwierig. In zehn simplen Schritten lässt sich das Auto sicher verkaufen.

Preis festlegen

Potentielle Käufer interessieren sich vor allem für den Preis. Deshalb ist es wichtig, einen marktüblichen Preis festzusetzen. Oft hilft bereits der Vergleich auf einer Autobörse weiter. Andernfalls empfiehlt es sich, eine Fahrzeugbewertung online zu machen. Ansonsten ist es ratsam, den Preis im Zweifelsfall ein wenig höher anzusetzen – denn runtergehen kann man immer noch.

Autobörse wählen

Am schnellsten findet sich ein Käufer, indem das Auto online inseriert wird. Es empfiehlt sich ein Inserat bei einer der großen und führenden Autobörsen. Unter Umständen ist ein Inserat dann kostenpflichtig, aber die erzielte Reichweite ist enorm. Schneller findet sich ein Käufer nicht.

Fahrzeug vorbereiten

Es lohnt sich immer, etwas Zeit in die Fahrzeugaufbereitung zu investieren. Dafür muss man keinen Fachbetrieb aufsuchen. Wer gründlich putzt, kann schon eine Menge erreichen. Im Anschluss ist es dann auch möglich, schöne Fotos vom Pkw zu machen.

Angebot erstellen

Leider nehmen sich viele private Autokäufer kaum Zeit, um ein gutes Inserat zu erstellen. Dabei lohnt es sich, ruhig ein paar Worte mehr zu schreiben. Informationen zum Zustand sind erfreulich und Hinweise auf erst kürzlich durchgeführte Wartungsarbeiten machen sich immer gut. Zudem müssen die Fotos überzeugen. Sie sind ungemein wichtig: Tolle Fotos lassen automatisch mehr Anfragen eingehen.

Clever verhandeln

Die meisten Käufer wollen den Fahrzeugpreis drücken, weshalb sich Verkäufer auf zähe Verhandlungen einstellen müssen. Hier gibt es wiederum verschiedene Strategien. Wer z.B. meint, er habe einen guten Preis festgesetzt, kann auf einen Festpreis bestehen. Andererseits kommt es auch darauf an, wie groß die Nachfrage ist. Unter Umständen ist es ratsam, ein paar Euro runterzugehen. Wer möchte, kann den Preis auch vorher bewusst etwas anheben. So hat der Käufer am Ende ein gutes Gefühl.

Probefahrt meistern

Aufgepasst bei der Probefahrt. Man sollte sich unbedingt den Führerschein zeigen lassen und am beste auch die Haftung auf den Fahrer übertragen. Dies lässt sich schriftlich vereinbaren und verspricht eine enorme Sicherheit.

Kaufvertrag aufsetzen

Beim Kaufvertrag besser kein Risiko eingehen. Ihn selbst aufzusetzen, wäre viel zu riskant. Besser ist es, auf eine Vorlage zurückzugreifen. Die sollte allerdings vom Experten stammen. Glücklicherweise gibt es gute Kfz-Kaufverträge, die sich online downloaden lassen. Es schadet nicht, wenn diese von einem Anwalt stammen oder zumindest geprüft wurden.

Gewährleistung ausschließen

Auch private Autoverkäufer müssen eine Gewährleistung anbieten – zumindest solange sie diese nicht ausschließen. Sollte eine entsprechende Klauseln nicht im Vertrag stehen, wird sie am besten noch ergänzt.

Nicht abzocken lassen

Leider sind mittlerweile viele Betrüger am Markt, die beispielsweise mit Scheck zahlen. Am Ende platzt der Scheck und die Käufer sind mit dem Auto über alle Berge verschwunden. Daher ist es umso wichtiger, hier absolut kein Risiko einzugehen. Eine gute Wahl ist die Barzahlung, die am besten direkt auf der Bankfiliale vorgenommen wird. Ehrliche Käufer werden damit kein Problem haben. Schlüssel und Brief werden erst ausgehändigt, nachdem das Auto bezahlt ist.

Fahrzeug aushändigen

Zum Schluss gilt es noch das Fahrzeug zu übergeben. Es ist darauf zu achten, dass alle Papiere mit dabei sind, d.h. Zulassungsbescheinigung Teil I und II sowie der letzte Report von der Hauptuntersuchung. Zugleich sollte sichergestellt sein, dass der Käufer den Pkw tatsächlich abmeldet. Am besten man lässt sich ein Ausweisdokument zeigen. Wer gar kein Risiko eingehen möchte, verkauft den Pkw in abgemeldetem Zustand.